Geld zurück bei jedem Einkauf und sogar beim Tanken – diese Aussicht hat, seit Lyoness auch in Österreich massiv Werbung macht, bereits eine Menge Menschen überzeugt. Kunden, die die Lyoness-Karte vorzeigen, erhalten bei allen Partner-Unternehmen von Lyoness entweder Rabatte oder Gutschriften auf die beim Unternehmen getätigten Umsätze. 2% Rückvergütung auf alle bei Vertragshändlern getätigten Umsätze erhalten Inhaber der Karte. Und nachdem auch Unternehmen wie kika oder Zielpunkt Vertragspartner von Lyoness sind, kann da einiges zusammenkommen. Da die Mitgliedschaft bei dieser Einkaufsgemeinschaft noch dazu kostenlos ist, hat das zu einem wahren Run auf die Cashback Cards geführt. Das Kunden-werben-Kunde—System hat da noch ein übriges getan: 0,5% der Einkaufssumme erhält man gutgeschrieben – von allen direkt und indirekt geworbenen Kunden. Das hat dem Mitgliederwachstum wohl ganz sicher noch zusätzlich einen Schub verliehen.
Lyoness ist derzeit in zwanzig europäischen Ländern aktiv – und das Unternehmen schreibt seit nunmehr sieben Jahren Erfolgsgeschichte. Für die Händler steht dabei Kundengewinn und bessere Kundenbindung als vorrangiger Grund für eine Partnerschaft mit Lyoness. Die Einkaufsgemeinschaft bietet darüberhinaus den Händler auch Tools, Kundendaten auszuwerten und Kunden näher ans Unternehmen zu binden.
Kritik an Lyoness gibt es, wie bei jedem Unternehmen, das mit so einer Menge Menschen zusammenarbeitet, natürlich auch immer wieder – allerdings überwiegen bei weitem die positiven Stimmen, und Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die von externen Unternehmern vertriebene “Verdienstschiene” – dort wachsen die Einnahmen durch Freundschaftswerbung und Einkaufsbonus dann doch nicht ganz so schnell, wie das mancherorts versprochen wird. Am System an sich gibt es nur sehr wenig zu kritisieren, es profitieren sowohl Händler als auch – und vor allem – die Kunden, die meist nach kurzer Zeit fast ausschließlich in Lyoness-Shops einkaufen. Der hierzulande übliche gleich mal argwöhnische und leicht panische Blick, ob es sich nur ja um Gottes Willen hier um kein “Schneeball-System” handle, ist den Leuten meist auch gleich wieder abzugewöhnen. Dort wo man Geld kriegt und nichts tun muss, findet man das dann schon sehr schnell in Ordnung. Wobei dieser Kritikpunkt natürlich auch sachlich gesehen Nonsens ist. Einkaufsgemeinschaften gibt es schon eine ganze Weile, und keine davon war bisher dezitiert illegal. Ob man von der Freundschaftswerbung mehr als ein gutes Abendessen hie und da lukrieren können wird, sei dahingestellt – aber das jedenfalls funktioniert garantiert.
UND WAS NUN?